Weit weg vom Smartphone

posted Juli 14th, 2015 · by ladysawi · in Freizeit & Unterhaltung, Reisen & Mobilität
kein foto für dich

Atemlos durch die Nacht? – Beim Abtanzen an Festivals gut möglich. Handylos durchs Wochenende? – Kaum vorstellbar. Oder doch? Wir haben den Versuch gemacht. Warum das gut war und wieso der Versuch doch nicht ganz gelang…

 

Wie kann ein junger, modernisierter Mensch ein Wochenende in der Wildnis, sprich an einem Openair, unbeschadet überstehen? Ok, für manche ist es wirklich wie eine Übernachtung im Nirgendwo. Die Rucksäcke, die in das Gelände geschleppt werden, sind so immens gross, dass man das Gefühl erhält, dass der Mensch vom Rucksack getragen wird. Die riesigen Säcke, die im Zug zweieinhalb Sitze brauchen, haben – so finde ich – nichts an einem Openair verloren. Noch mehr frage ich mich, wieso der Mensch, der immer nur geil auf Freiheit und Leben ist, dass „OMG! Ich kann nicht mehr leben ohne dich! Glaub mir, ohne dich sterbe ich“-Smartphone mitnehmen muss?! Ich war bereits 4x an einem Openair, jeweils 3 bzw. 4 Nächte und mein sonst so süsser Begleiter, mein iPhone, blieb stehts im ruhigen Zuhause, Kilometer weit weg von meiner Wenigkeit. Lustig, ich habe bis jetzt jedes Mal überlebt.

 

Für viele sicherlich unvorstellbar. Fotos machen wird ja unmöglich. Nun am Anfang, sprich, die ersten zwei Openairs habe ich noch eine Kamera mitgenommen. Am Ende des Abenteuers, dass man wohl ein freies, von Musik zugedröhntes Wochenende nennt, hatte die Kamera Fotos drauf, die ich hier nicht weiter kommentiere… Göttlicher Wink mit dem Zaunpfahl oder nicht, ging die Kamera kaputt. So wie jedes Jahr auch eine Sonnenbrille. Merke: Sonnenbrillen sind nie gut, vor der Bühne, zwischen tausenden von Menschen.

 

Nun, Fakt ist, komplett ohne Telefon ist auch nicht immer praktisch. Ein Prepaid-Handy mit 10.- Franken Guthaben ist ein Must. Das zehn Jahre alte Handy – mit grob geschätzten 100 Tagen Akkulaufzeit – ist nach wie vor treu. Der Trick: Diese Nummer bekommen nur die Menschen, die ich während des feuchtfröhlichen Feierns verlieren könnte. Als Frau nie schlecht, da es Menschen gibt, die nicht aus denselben Gründen wie wir am Ort der Freiheit und der Musik sind…

 

Probiert’s doch mal aus. Der Festivalsommer dauert ja noch an – und ein altes Handy habt ihr eh noch irgendwo in der Schublade. Wir sind gespannt auf eure Erfahrungen und / oder Meinungen… Gerne hier unten in der Kommentarspalte. 😉

ladysawi

One Comment

  1. Ninalein sagt:

    Ich sehe das ganz genauso! Ein teures Smartphone hat auf einem Festival (oder auch sonst an jedem Ort, an dem gefeiert wird) nichts verloren. Dort kommen unendlich viele teure Handys weg, ob nun verloren oder geklaut ist zweitrangig. Nimmt man ein altes mit, ist man viel beruhigter. Nichts wichtiges kommt weg, kein hektisches suchen, keine Akkuprobleme – alles einfach entspannter. Und eine Einwegkamera ist für so Veranstaltungen sowieso das BESTE!

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