Die Verbindung im Zug

posted April 22nd, 2016 · by Andrea Jerger · in Reisen & Mobilität

Uneingeschränkt telefonieren im Zug – auch im Jahr 2016 ist die Verbindung oft ein Problem. Weshalb?

 

 

 

Das dürfte jedem schon mal passiert sein: Man sitzt im Zug, telefoniert und plötzlich ist die Verbindung weg. Während der eine darüber flucht, wundert sich der andere, warum so etwas eigentlich passiert und was die SBB dagegen tun.

 

 

Dank Conny’s Tweet habe ich mich auf die Suche nach einer besseren Internet-/Natel-Verbindung in Zügen gemacht.

Tweet Kopie

 

Ich habe mich dieser Frage angenommen und mir das SBB-Werk in Olten angeschaut, wo Doppelstecker-Züge für den Fernverkehr gewartet und aufgerüstet werden. Ausserdem habe ich noch mit Swisscom-Verantwortlichen geredet.

Ich kann jetzt schon verraten, dass sich dieses Problem nicht so einfach lösen lässt und weder Swisscom noch SBB die alleinige Schuld dafür tragen.

 

Mein Fazit:

Liebe Konsumhelden

Die SBB und Swisscom (alle Telefonunternehmen) tun alles Mögliche, um das Problem der Signal-Unterbrechung in den Griff zu bekommen. Der Signalverstärker ist eine markante Verbesserung, kommt aber gelegentlich auch an seine Grenzen: dann nämlich, wenn der Zug mit 200 km/h und 1000 Passagieren durch die Prärie rast und das Signal alle 20 Sekunden von einer Telefonantenne zur nächsten springt. Das Hauptproblem ist der „Farady’sche Käfig“ ( Info: https://de.wikipedia.org/wiki/Faradayscher_Käfig ).

Das Problem ist also noch nicht gelöst, es wird aber fieberhaft nach einer Lösung gesucht, denn gemäss Andreas Meyer, CEO SBB, sind den Kunden die Verbindungen aus dem Zug mittlerweile genauso wichtig, wie die Zugverbindungen selber. Doch Technik ist noch nicht so weit. Darum hoffe ich sehr, auf die Test von der Swisscom an den Schiene im Raum Bern. Dieser Test ist ein neuer Weg um die Farad`sehe Käfig zu überwinden zu können.

 

Folgendes meint die SBB dazu:

 

 

Was wollte ich Ihnen Frau Leuthard sagen:

Sie haben eine Vernehmlassung rausgelassen zum Thema Regionlaverkehr. Dort hatten Sie die Chance gehabt um mehr Geld für Signalverstärker (Repeater) auszugeben. Bessere Verbindung wird immer zentralre und muss auch vom Bund gefördert werden.

 

Bei Fragen oder Inputs zu SBB einfach unten im Kommentar melden.

 

Andrea Jerger

 

PS: Was mich in Olten besonders beeindruckt hat, war die Klimakammer. Für Sicherheits- und Produkttests werden extreme Witterungsbedingungen erzeugt. Die Bandbreite liegt zwischen – 33°C bis + 60°C.

 

Klimakammer

 

 

Transparenz

 

Die SBB haben ihr Kommunikationskonzept überarbeitet und wollen künftig näher beim Kunden sein. Aus diesem Grund haben sie mich und neun weitere Kollegen zu SBB ServiceScouts ernannt. Wir sind quasi das Verbindungsglied zwischen den SBB und den Kunden.

Seit dem 21. März 2016 bin ich SBB ServiceScout und profitiere von einem GA (Swisspass). Trotz des GA’s werde ich weiterhin ein kritisches Auge auf die SBB haben. Ich werde weiterhin nichts beschönigen oder verschweigen und die Videos und Texte werden auch künftig meiner persönlichen Meinung entsprechen.

Mit dem GA kann ich mir nun noch mehr SBB-Dienste und –Werke anschauen, vielen Dank dafür, liebe SBB!

Andrea Jerger

Website: http://konsumhelden.ch

4 Comments

  1. Lovey Wymann sagt:

    Im Ausland gibt es ja teilweise Regelungen, in der nur einzelne, speziell gekennzeichnete Wagen für Mobilfunk optimiert werden (siehe z.B. hier: https://www.bahn.com/i/view/USA/en/trains/overview/mobile-area.shtml) Weisst du etwas darüber, ob das in der Schweiz eine Option wäre?

  2. Elias sagt:

    Cooler Beitrag!
    Mich persönlich stört das nicht besonders, mann wird nicht gleich sterben, wenn man für eine Stunde schlechten Empfang hat! Dieses Getue nervt mich ehrlich gesagt, da lese ich lieber ein Buch, dass schadet sicher nicht 😛

  3. Tin sagt:

    Schade wird hier nicht etwas ausführlicher, vor allem auch über die technischen Schwierigkeiten informiert. Das Problem de Faradayschen Käfig ist beim Direktempfang vom einzelnen Mobiltelefon ab der Antenne ein Problem (je nach Wagentyp aber verschieden). Bei einem eingebauten Repeater fällt das nicht ins Gewicht. Interessiert hätte auch die Strahlenbelastung, aber auch, warum man auf Repeater und nicht auf Wlan setzt. Dann wäre auch interessant gewesen, die die drei Mobilanbieter die Problematik zusammen mit der SBB angehen wollen.

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