Essen und die Zeit – Fertiggerichte

posted Februar 15th, 2016 · by Daniela Wiss · in Allgemein, Essen & Trinken
Kuchen Fertiggerichte Convenience Food Cake

Heute steuerte ich in einem namhaften, grossen Lebensmittelgeschäft vorbei an dem frischen Gemüse zur Tiefkühlabteilung, wo Fertiggerichte warten. Nicht, dass ich heute keine Zeit gehabt hätte um zu kochen, es ist mehr – ok ich gebe es zu, nicht nur ideenlos, ach einfach zu… (Moment, ich drück mich noch darum es niederzuschreiben) …zu faul. Na bitte, nun ist es raus.

 

2 Minuten. 5 Minuten. 25 Minuten – für jedes „Zeitbudget“ hat der Supermarkt eine geeignete Mahlzeit bereit. Egal ob Fertiglasagne, Essen im Becher oder Tiefgekühltes in verschiedenen Variationen, es gibt immer mehr Angebote. So kann sich der moderne Mensch seine Zeit für vermeintlich Wichtigeres oder Anderes einplanen.

 

Doch einmal von den Inhaltstoffen dieser Schnellgerichte abgesehen, ist dieser Trend gesund?
Gesund im Sinne von: „Ist dieses Essverhalten, essen als Nebensache, nicht gegen unsere Natur?
Wir müssen in der Geschichte nicht allzu weit zurückgehen, um zu sehen, dass die Menschen einen Grossteil ihrer Zeit für die Nahrungssicherung investieren mussten. Frühere Generationen, so mein Grosi beispielsweise, standen noch auf dem Feld und füllten Ihre Mägen je nach Jahreszeit und Ernte­erfolg.

 

Und um bei der Ehrlichkeit zu bleiben, meine selbst gemachte Wähe mit den Zwetschgen aus dem eigenen Garten letztes Jahr: Ich schwärme noch heute davon!

 

Da schreibe ich nun diese Zeilen, während mein Fertiggericht im Ofen steckt und darauf wartet, relativ emotionslos gegessen zu werden. Super – jetzt denke ich an meine feine Wähe, das arme Schnellgericht…

 

Ist es nicht so, dass wir selbst zubereitete Speisen viel lieber und bewusster essen? Warum nehmen wir uns dann nicht die Zeit dafür?

 

Anmerkung: Dies ist der erste Beitrag von Daniela Wiss. Herzlich willkommen an Bord. <3
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Daniela Wiss

3 Comments

  1. Nahrungsaufnahme wurde zur Nebensächlichkeit erklärt. Nicht nur Fertiggerichte fristen dieses undankbare Dasein. Schnell auf dem Weg noch einen „Latte to go“. Nur selten gönnen wir uns den Luxus eines richtig temperierten Kaffees aus richtigem Kaffeegeschirr, von der Atmosphäre eines schönen Lokals ganz zu schweigen. Eigentlich sehr schade!

  2. Padrigo sagt:

    Ganz deiner Meinung: Selbstgemachtes schmeckt besser und wenn man sich die Zeit nimmt, kann man auch viel besser geniessen. Obwohl etwas asozial ist alleine essen nicht die schlechteste Option um zu geniessen.

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