Werbeindustrie oder die Macht des Visualisierens

posted März 9th, 2016 · by Daniela Wiss · in Apps, Freizeit & Unterhaltung

Die Reklametafel im Vorbeifahren mehr oder weniger wahrgenommen – und schon ist der Wunsch zur Stelle das „Objekt der Begierde“ zu besitzen (oder gleich reinzubeissen).

 

Dass wir alle irgendwie durch Werbung beeinflusst werden und diese sich auf unser Konsumverhalten auswirkt, ist schon länger bekannt. Die Werbeindustrie hat schliesslich auch eine beachtliche Flotte an Grafikern, Psychologen, Analytikern et cetera und schon etliche Jahre auf dem Buckel, um das Konsumverhalten genauestens zu analysieren.

 

Eine eher neue Entwicklung ist aber, dass auch wir als Privatpersonen mit „Unterstützung“ von Bilder kommunizieren. In privaten SMS-Konversationen wimmelt es von den meist gelben, kleinen Emojis, alternativ wird gleich ein Bild von einem grinsenden Äffchen mitgeschickt, um unseren Gemütszustand zu unterstreichen.

 

Ist das eine Bereicherung? Gewinnt die Kommunikation mithilfe von Bildern an Qualität? Kompensieren wir durch die doch noch recht neuartige „Vielschreiberei“ zwischen uns Menschen die menschliche Nähe oder sind wir schlichtweg zu faul, um das, was uns beschäftigt, in Worte zu fassen?

 

Ich schwenke ab, äxcüsi – zurück zu den Bildern, um die ein „Otto-Normalverbraucher“ nicht herumkommt. Durch den Wegfall vieler Printmedien (Verlagerung des Medienkonsums ins Internet) werden uns auch gleich die Reklamehefte neu präsentiert. Nichts da mit Altpapier und „Aus den Augen, aus dem Sinn!“ – Die digitale Werbung ist omnipräsent…

Ein schmunzelndes, wie auch erschreckendes Beispiel, welches ich miterlebt habe:
MANN teilt die Freude von werdenden Eltern im Bekanntenkreis, indem er Babyfotos etc. auf der uns allen bekannten, blauen Seite liked. Zugegeben: momentan ist der wahre Babyboom bei unseren Freunden ausgebrochen, doch nichts desto trotz wird er nun seit Monaten mit Werbung rund um den Nachwuchs eingedeckt!

 

Bekunden wir im WWW also ein Interesse (oder es wird uns kurzerhand angedichtet), werden wir überschüttet mit Werbung. Es gilt Filme, Bilder und weiterleitende Seiten abzuwehren, sodass zumindest ich regelmässig leicht säuerlich auf die Flut reagiere. (Kleiner Input: Einfach beim nächsten Feed-durchscrollen mal darauf achten: Wie oft sind die aufblitzenden Reklamen personalisiert?…)

 

Sollen oder müssen wir uns anfreunden mit der manchmal diskreten, oft aber auch aufdringlichen Werbung? Haben wir eine Alternative?

 

Bemerkt? Bewusst habe ich auf ein Bild verzichtet.

Daniela Wiss

2 Comments

  1. Andrin sagt:

    Ein bisschen wenigaussagend? Spannends Thema aber bisschen gar kurz aufgearbeitet

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